Montessori-Schule
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Lernen nach den Prinzipien der Unabhängigkeit und FreiheitLernen ohne Lehrer – manche Schüler träumen ihr ganzes Leben davon. An der Montessori Schule tritt der Lehrer in den Hintergrund. Frontalunterricht wird durch die vorbereitete Umgebung ersetzt, gelernt wird durch sinnliche Erfahrung. |
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Nach der 4. Klasse – also im Alter von 10 Jahren – wird in Deutschland in der Regel die Differenzierung des Schulsystems vollzogen und die Schüler auf das dreigliedrige System der weiterführenden Schulen verteilt. Viele Eltern kritisieren allerdings dieses Schulsystem und schicken ihre Kinder lieber auf eine der alternativen Schulformen, die es in Deutschland gibt. Die bekanntesten und am weitesten verbreitetsten Angebote sind die Waldorfschule und die Montessori-Schule.
Montessori Schule – Prinzipien
Das Montessori Prinzip wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Maria Montessori in Italien entwickelt und vorgestellt und verbreitete sich in den darauffolgenden Jahrzehnten um den gesamten Globus. Zurzeit gibt es in Deutschland etwa 600 Kindertagesstätten, 300 Grundschulen und 100 weiterführende Schulen, die nach dem Montessori Prinzip lehren. Der Grundgedanke dieser Schulen und Kindergärten, die die Bildung eines Kindes von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr organisiert, besteht in dem Gedanken, dass Kinder ihr ganzes Leben lang Unabhängigkeit und Freiheit von den Erwachsenen erlangen wollen. Dementsprechend beinhaltet das Montessori Schulprinzip einen offenen und experimentellen Unterricht. Der Bildungsweg eines Kindes wird hier in 3 Etappen eingeteilt: In das 1. Kindheitsstadium von 0 bis 6 Jahren, in das 2. Kindheitsstadium von 6 bis 12 Jahren und in das Jugendstadium von 12 bis 18 Jahren.
- Erstes Kindheitsstadium: Hier bilden sich laut Montessori die Persönlichkeit eines Menschen und die Grundlagen für seine Fähigkeiten heraus.
Besonders wichtig in diesem Alter sind die sogenannten ‚sensitiven Perioden‘ in denen die Kinder, in Konzentration versunken und durch eine Polarisation der Aufmerksamkeit, besonders empfänglich für neue Reize und Erfahrungen sind.
- Zweites Kindheitsstadium: Hier durchläuft das Kind die verschiedensten Erkenntnisprozesse, die alle auf sinnlichen Erfahrungen beruhen. Hier entwickelte Montessori spezielle Lernmaterialien, mit denen die sinnlichen Erfahrungen unterstützt und gesteuert werden sollen.
- Jugendstadium: Während dieser Phase des Umbruchs sollen die Jugendlichen eine Sicherheit in der Umgebung der Schule erfahren und so ihre Rolle in der Gesellschaft finden und Selbstbewusstsein entwickeln.
Wichtigstes Instrument bei dieser Art der Bildung des Kindes ist dabei die vorbereitete Umgebung, von der bestimmte Sinne angesprochen werden und dadurch ganz gezielt Erkenntnisse vermittelt werden. Dabei können die Montessori Schulen auf allen Bildungsebenen mit den Lernstandards der anderen Schulformen verglichen werden, schneiden in einigen Bereichen sogar besser ab, so dass auch hier vergleichbare Schulabschlüsse erreicht werden können.
Kosmische Erziehung an der Montessori Schule
Angelehnt an die Erziehung im alten Griechenland wird an der Montessori Schule an der Idee festgehalten, dass der Mensch als Mikrokosmos Teil eines größeren Makrokosmos ist. Im Laufe seiner Entwicklung, Bildung und Erziehung ist es dabei die Aufgabe und die besondere Fähigkeit des Menschen, sich über seine Position im größeren Zusammenhang der Gesellschaft – des Kosmos – bewusst zu werden.





