Medienkompetenz
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Medienkompetenz ist mehr als nur der Umgang mit der FernbedienungMedienangebote variieren sehr stark in ihrer Qualität. Und auch wenn die journalistischen Ideale etwas anderes sagen – nicht alles was gedruckt steht ist wirklich wahr und objektiv. Da muss man lernen die Spreu vom Weizen zu trennen. |
|||
Unter Medienkompetenz versteht man im Allgemeinen die Fähigkeit Medien den eigenen Bedürfnissen entsprechend nutzen und mit ihnen verantwortungsvoll umgehen zu können. Heute gehört der Fernseher zum Alltag fast jedes Kindes. Und viele machen bereits in jungen Jahren ihre ersten Erfahrungen mit dem Computer. Dabei liegt es häufig allein in der Hand der Eltern ihren Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit Medien beizubringen.
Die Frage, inwieweit dieses Verantwortungsbewusstsein, ebenso wie Grundkenntnisse um Umgang mit beispielsweise dem Computer, bereits in der Schule vermittelt werden sollen, wurde in den letzten Jahren verstärkt diskutiert. Ein erstes Ergebnis dieser Debatte war, dass der Umgang mit dem Computer zu den drei Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen hinzugenommen werden, und auf dem Grundschullehrplan stehen soll. Dieses Vorhaben ist mittlerweile in allen Schulen landesweit der Fall. Auch wenn die Ausprägung, Form und Gewichtung des Umgangs mit dem Computer abhängig von den jeweiligen Bundesländern ist, wird das Medium in den Schulalltag eingebunden. So ist es Grundschülern beispielsweise möglich neben dem Schwimmabzeichen, Seepferdchen, das Internet-Seepferdchen abzulegen. Dieser "Führerschein" für das Internet ist ein länderübergreifendes Vorhaben des Berliner Vereins "Machmit". In den Bundesländern NRW und Niedersachsen ist die Umsetzung des Projekts bereits weit fortgeschritten. Weitere Bundesländer werden in Zukunft nachziehen.
Medienkompetenz – Probleme der Medienintegration in den Schulen
Im Prozess der Medienintegration an den Schulen hakt es bisher an zwei Stellen: Zum einen sind manche Schulen immer noch nur notdürftig mit der entsprechenden Hardware ausgestattet. Zum anderen fehlt es an Lehrpersonal, das entsprechende Medienkompetenz hat und vermitteln kann. Vor allem im Zusammenhang mit dem letzteren Problem hat sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass selbst entsprechende Schulungen zur Entwicklung der Medienkompetenz das Lehrpersonal nicht zwangsläufig dazu führen, dass die Lehrer die neuen Impulse auch im Unterricht umsetzen. Auch entsprechende Angebote für Schulen im Internet werden bisher eher spärlich benutzt.
Auch die Hardware-Ausstattung der Schulen geht über die reine Anschaffung der Computer hinaus. Dazu müssen die Schulen mit der entsprechenden Software ausgestattet werden, um den Unterricht an den Rechnern zu ermöglichen muss ein Netzwerk aufgebaut werden und das ganze System muss regelmäßig gewartet werden. Daneben sind die pädagogischen Konzepte der Unterrichtsgestaltung den neuen Möglichkeiten anzupassen.
Bestandteile der Medienkompetenz
Der Begriff der Medienkompetenz besteht aus den vier Säulen Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung. Ziel einer ausgewogenen Medienkompetenz ist es, die verschiedenen Mediensysteme und ihre wichtigsten Angebote zu kennen und kritisch mit ihnen umgehen zu können. So ist es zum Beispiel wichtig erkennen zu können, ob ein Medienprodukt neutral ist oder eine bestimmte Meinung darstellen möchte. Bei Kindern entwickelt sich zum Beispiel zwischen dem vierten und dem sechsten Lebensjahr die Fähigkeit im Fernsehen zwischen dem regulären Programm und einer Werbesendung unterscheiden zu können.
In den Schulen sollen im Bereich der Medienkompetenz demnächst schwerpunktmäßig Kompetenzen im Umgang mit den Neuen Medien vermittelt werden. Dabei gehören neben der technischen Kompetenz und der Handhabung die folgenden Fähigkeiten zu den wichtigen, die berücksichtigt werden sollten:
- Persönliche Medienkompetenz
- Anpassungsfähigkeit und Umstellungsbereitschaft sich immer wieder auf die neuen Anforderungen der rasanten Entwicklung in diesem Technologiebereich einzustellen.
- Qualitätsbewusstsein für die Eigenschaften, die beispielsweise eine gute Software von einer schlechten unterscheidet.
- Verantwortungsbewusstsein und Entschlussfähigkeit mit den Freiheiten, die zum Beispiel das Internet bietet, bewusst und angemessen umzugehen.
- Soziale Medienkompetenz
- Selbstständigkeit und Initiative – die Neuen Medien eröffnen den Schülern neue Möglichkeiten selbstständig Inhalte zu erarbeiten.
- Trotzdem soll auch die Teamfähigkeit gefördert werden. Die Schüler sollen hier vor allem die erweiterten Kooperationsmöglichkeiten des Internets kennen lernen.
- Kommunikationsfähigkeit – die Kommunikation via Internet stellt besondere Anforderungen an ihre Nutzer. Auch diese sollten vermittelt werden.





