Gymnasium

Förderung zur Selbst-Förderung

Eine Empfehlung für das Gymnasium ist für manche wie ein Sechser im Lotto. Denn ohne kommt man nur sehr schwer an die höchste deutsche Schulform. Exklusiver Bildungskreis oder gezielte Förderung der etwas schlaueren Köpfe?

Das Gymnasium stellt in Deutschland die höchste Schulform dar, in der nach der Sekundarstufe I noch ein Besuch der Sekundarstufe II angeschlossen und die Allgemeine Hochschulreife erreicht werden kann. Hier werden bis zur siebten7. Klasse die Pflichtfächer im Klassenverband unterrichtet, der in den meisten Fällen etwa 30 Schüler umfasst. Am Gymnasium können ab der 7. Klasse erste Profilfächer und Schwerpunkte gewählt werden. Für den Unterricht dieser Fächer werden die Klassen eines Jahrgangs dann in der Regel gemischt – in den Hauptfächern bleibt der Klassenverband allerdings bis zum Abschluss der 10. Klasse bestehen.

Um ein Gymnasium besuchen zu dürfen, brauchen die Schüler in der Regel eine Empfehlung aus der Grundschule für diese Schulform. Um diese zu bekommen, benötigen sie unter anderem gute bis sehr gute Noten auf dem Abschlusszeugnis der 4. Klasse.

Gymnasium – Unterrichtsinhalte

 

Die Gymnasien in Deutschland haben sich in vielen Fällen auf bestimmte Fächer spezialisiert bzw. bieten bestimmte Schwerpunkte an. So gibt es zum Beispiel  wirtschafts-wissenschaftliche Gymnasien in denen bereits Grundkenntnisse der BWL vermittelt werden. Andere Gymnasien bieten Schwerpunkte im sozialwissenschaftlichen, musisch-künstlerischen, mathematisch-naturwissenschaftlichen oder auch im sportlichen Bereich an.
Am Gymnasium ist der Unterricht stark theoretisch geprägt. Da nur das Gymnasium den Zugang zu den Hochschulen ermöglicht, steht es in der Pflicht gesondert auf diesen weiteren Bildungsweg vorzubereiten – dies erfolgt allerdings noch einmal gezielter in der Sekundarstufe II. Bei dem Besuch der Sekundarstufe I auf einem Gymnasium stehen die folgenden Kenntnisse und Fähigkeiten im Vordergrund:
  • Vermittlung einer vertieften Allgemeinbildung
  • Fähigkeit zum selbstständigen Lernen und Arbeiten
  • Entwicklung emotionaler und kreativer Fähigkeiten
  • Entwicklung sozialer und humaner Verhaltensweisen
  • Soziale Integration.

Gymnasium – Lernen und Lernkontrolle

Ein Aspekt, dem auf einem Gymnasium besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist die Fähigkeit, sich selbstständig Wissen zu erarbeiten. So sollen sich die Schüler hier regelmäßig im Rahmen der Hausaufgaben mit der Recherche in einer Bibliothek oder dem Internet auseinandersetzen und kleinere schriftliche Ausarbeitungen und Aufsätze anfertigen. Diese Leistungen fließen dann zusammen mit den mündlichen Leistungen im Unterricht und den Ergebnissen der Lernkontrollen in die Benotung des Schülers ein.

Die Lernkontrollen werden in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Ihre Anzahl über das Schuljahr verteilt hängt von der Anzahl der Stunden in der Woche und im Schulhalbjahr ab. Die Dauer einer solchen Prüfung am Gymnasium nimmt ebenso wie die Schwierigkeit im Verlauf der Schulzeit immer weiter zu. In den Klassen fünf bis zehn werden die Aufgaben dabei in der Regel vom jeweiligen Fachlehrer erstellt – in bestimmten Fällen kann aber auch eine zentrale Prüfung für das gesamte Bundesland stattfinden, um beispielsweise die Vergleichbarkeit der Lehre an den Schulen abzufragen und sicherzustellen. Außerdem stellen solche Prüfungen eine Vorbereitung auf das Abitur nach dem Ende der Sekundarstufe II dar, das in vielen Bundesländern auch zentral gestellt wird.

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