Bildungssystem – Großbritannien & USA

Lernen in Ländern mit Weltsprache

Es kommt nicht ganz von ungefähr, dass die besten Universitäten der Welt in den USA zu finden sind – immerhin haben diese im amerikanischen Bildungssystem trotz der hohen Studiengebühren einen besonders hohen Stellenwert.

 

Das Bildungssystem in den USA

In den USA besteht in der Regel die Allgemeine Schulpflicht bis zum 16. oder auch 18. Lebensjahr – sie umfasst elf Jahre. Traditionell beginnt die schulische Laufbahn eines Kindes mit der ‚Elementary School‘, die mit den Kindergarten beginnt und häufig bis zur achten Klasse geht. Daran schließt sich die ‚Middle School‘ oder auch ‚Junior Highschool‘ mit den Klassen sieben bis neun und die ‚High School‘ mit den Klassen neun bis zwölf bzw. zehn bis zwölf an. Mit diesem Abschluss ist man in Amerika dann berechtigt eine Hochschule zu besuchen. Diese weitere Ausbildung hat hier einen besonders hohen Status. Die USA ist diejenige Nation, mit dem höchsten prozentualen Anteil an jungen Leuten, die eine Hochschule besuchen.

In Amerika werden die Bildungsgesetzte – ähnlich wie in Deutschland – von den einzelnen Bundesstaaten erlassen. Die Regierung legt nur Richtlinien dafür fest, welche Standards die bundesstaatlichen Gesetze erfüllen sollten. Die USA verfügen in allen Bundesstaaten über ein staatliches Schulsystem – das bedeutet, dass bis zum Abschluss der Allgemeinen Schulpflicht alle die Möglichkeit haben, kostenlos die Schule zu besuchen. Dieses Angebot wird von 90% der Schüler in Anspruch genommen. Die restlichen 10% besuchen eine der Privatschulen im Land. Bei den Hochschulen sieht das allerdings anders aus. Hier werden teilweise sehr hohe Studiengebühren verlangt. Da dieser Bildungszweig allerdings einen sehr hohen Status habe, nehmen es die meisten auf sich, sich entweder für das Studium zu verschulden oder aber bereits Jahre vorher Ersparnisse für die Ausbildung der Kinder anzulegen.

Die größte Herausforderung an das amerikanische Bildungssystem stellen die vielen Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund dar. Zum einen kommt es häufig zu Konflikten in den Schulen, wenn Kinder mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen aufeinander treffen. Zum anderen stellen mangelhafte Sprachkenntnisse häufig ein Problem für einen reibungslosen Unterrichtsablauf dar.

Das Bildungssystem in Großbritannien

In Großbritannien wird die Bildungspolitik zentral vom nationalen Department for Education and Employment gesteuert, überwacht und entwickelt. Zusätzlich gibt es aber auch noch regionale Regelungen, zum Beispiel für Nordirland oder Schottland. Insgesamt haben die Briten ein fünf-stufigen Bildungssystem, welches mit dem Elementarbereich beginnt. Dieses umfasst hier Vorschulangebote für Kinder unter fünf Jahren und ist fakultativ. Die Schulpflicht wird für Kinder erst mit Vollendung des fünften Lebensjahres wirksam. Dann besuchen sie bis zu ihrem elften Lebensjahr die Primary School und treten dann in die Sekundarbereiche I und II ein.

Hier gibt es – ähnlich wie in Deutschland – unterschiedliche Schulformen, wie zum Beispiel die Middle School, die Secondary Grammar School oder auch die Comprehensive School. Danach können die Schüler ab dem 18. Lebensjahr eine Universität besuchen. Sie können aber auch nach elf Jahren Schulbesuch eine berufliche Ausbildung beginnen.

In Großbritannien ist die Teilnahmequote an Bildungswegen über die Schulpflicht hinaus im Vergleich zu anderen Industrienationen allerdings relativ gering. Dies wird teilweise auf die hohen Gebühren zurückgeführt, die für Schulbesuch und Hochschulbesuch mancherorts anfallen.