Bildungssysteme – Asien (Japan und China)
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Die Weisen aus dem MorgenlandPISA und Co werden nicht selten von asiatischen Ländern angeführt – und das obwohl allein schon das Erlernen der Schrift dort häufig viel umfangreicher ist, als in den westlichen Ländern. Ursachensuche im asiatischen Bildungssystem? |
|||
China
Als bevölkerungsreichstes Land der Erde hat die chinesische Regierung ihre Verantwortung im Bereich der Bildung und die damit verbundenen Chancen erkannt. Deswegen hat man in den vergangenen Jahren die Staatsausgaben für diesen Bereich drastisch erhöht und das Bildungssystem ausgebaut. Ziel der Chinesen ist es über das umfangreichste Bildungssystem der Welt zu verfügen.
Das chinesische Schulsystem gliedert sich in die vier Schritte Vorschul-, Grundschul-, Mittelschul- und Hochschulbildung. Insgesamt besteht hier eine Schulpflicht von neun Jahren. Sie erstreckt sich von der Grundschule bis zur Mittelschule und ist gebührenfrei. Hier muss lediglich Geld für die Schulbücher aufgebracht werden. Durch die starke Konzentration auf die Entwicklung des Bildungssystems ist der chinesischen Regierung gelungen die Einhaltungsrate der Schulpflicht auf 90% zu erhöhen. In den kommenden Jahren sollen die Bildungsmöglichkeiten in den ländlichen Regionen verbessert werden.
Japan
Japan hat eines der höchstentwickelten Schulsysteme der Welt. Dieses besteht aus den vier Stufen Grundschule, Mittelschule, Oberschule und Hochschule und wird auch als 6-3-3-4 System bezeichnet – diese Zahlen entsprechen der Anzahl der Jahre, die ein Schüler in der entsprechenden Schulform verbleibt. Diesen Schulformen sind die Kinderkrippe und der Kindergarten vorgeschaltet, in denen Kinder ab zwei Monaten betreut werden. Die Schulpflicht dauert in Japan neun Jahre und beginnt mit dem fünften Lebensjahr.
Im Unterschied zum deutschen Schulsystem gibt es in Japan kein ‚Sitzenbleiben‘ – jeder Schüler wird automatisch versetzt. Die Schulwoche hat an den staatlichen Schulen, deren Besuch kostenfrei ist, fünf Schultage, an den privaten Schulen wird in der Regel an sechs Tagen in der Woche unterrichtet. Die Schulferien sind einheitlich geregelt. Besonders wichtig ist in Japan das Erlernen der traditionellen japanischen Schrift, da diese sehr komplex ist und aus zwei Silbenschriften und einer Wortzeichenschrift (wie das Chinesische) besteht. Die erste Fremdsprache, die an den Mittelschulen eingeführt wird, ist Englisch.





