Der Bildungsstand international

Der Wahrheit ins Auge sehen

Die entwickelten Länder sagen: Die Entwicklungsländer vermiesen uns unseren guten Schnitt. Die Entwicklungsländer können dem Tempo der entwickelten Länder einfach nicth Schritt halten. Da sind so einige Nachhilfestunden nötig.

Bei der weltweiten Bildungssituation gibt es große Lücken. In den allermeisten Fällen korrespondiert die allgemeine Wohlstandssituation eines Landes im internationalen Vergleich mit ihrer Bildungssituation. Vor allem aber in den Entwicklungsländern gibt es großen Nachholbedarf. Die Vereinten Nationen, die UNESCO (die United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization)  und anderen namhafte Organisationen veröffentlichen regelmäßig Berichte über den Stand der Dinge, sprechen Empfehlungen aus und engagieren sich teilweise auch selbst.

Um solche Berichte einfacher und übersichtlicher zu gestalten, beschloss die UNESCO in den 1970er Jahren den Standard ISCED (International Standard Classification of Education) anhand dem seither die Evaluationen und Vergleiche ausgerichtet werden.

Die neueste Version der ISCED-Standards ist von 1997 und wird für die aktuellen Berichte über den Bildungsstand angewendet. Die wichtigsten Fakten in Bezug auf den weltweiten Bildungsstand sind:

  • 16% der Weltbevölkerung sind Analphabeten (die Quoten der einzelnen Länder sind sehr unterschiedlich – oft in Abhängigkeit mit dem Grad des Wohlstands).
  • 36% der Kinder in Entwicklungsländern können frühkindliche Bildungseinrichtungen nutzen; in den Industriestaaten liegt der Prozentsatz bei 79%.
  • Der Anteil der Kinder, die zumindest einen primären Bildungsweg durchlaufen und beispielsweise die Grundschule besuchen können, um die wichtigsten Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen, liegt mittlerweile in den Entwicklungsländern zwischen 70% und 80%.
  • Im Jahre 2006 hatten 75 Millionen Kinder weltweit nicht die Möglichkeit eine Schule zu besuchen. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich.
  • Etwa 58% der Jugendlichen weltweit befinden sich auf dem sekundären Bildungsweg und besuchen eine weiterführende Schule.
  • Im weltweiten Durchschnitt beträgt die Dauer der primären Ausbildung (in Deutschland entspricht das dem Besuch der Grundschule) sechs Jahre.
  • In nur 59 von 179 Ländern, über die Daten erhoben werden können, sind Frauen und Männern bei der Bildung wirklich gleichberechtigt.
  • In den reicheren Ländern ist generell die Tendenz zu erkennen, dass sich mehr Frauen als Männer an den Universitäten einschreiben.

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