Der Bildungsstand in Deutschland
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Dem Dieter Durchschnitt seine AusbildungDeutschland zählt sich selbst voller Selbstbewusstsein zu den ‚entwickelten Nationen‘. Deswegen darf beim Bildungsstand gern auf die Details im Bildungssystem geschaut und die generelle Analphabetenquote übersehen werden. |
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Für Deutschland werden in regelmäßigen Abständen von den unterschiedlichsten Instituten und Einrichtungen Berichte über den aktuellen Bildungsstand und den Zustand des Bildungssystems angefertigt und veröffentlicht. Prominente Vertreter sind da zum Beispiel der Bericht des Statistischen Bundesamtes, der Bericht des Konsortiums Bildungsberichterstattung, derjenige des Bundesministeriums für Bildung und Forschung oder auch die Ergebnisse des internationalen PISA-Tests. Alle liefern eine Momentaufnahme der aktuellen Bildungssituation in Deutschland in Zahlen, Daten und Fakten.
Deutsche Bildung in Zahlen
Im Jahr 2007 nutzten 17 Millionen Menschen in Deutschland primäre Bildungsangebote. 15 Millionen nahmen die Chance wahr sich weiter zu bilden. Für circa 1,5 Millionen Menschen war der Bildungssektor in Deutschland in dem Jahr der Arbeitgeber. Und der Staat investierte etwa 140 Milliarden Euro in die Aus- und Weiterbildung seiner Bürger, was etwa sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht. Ein Prozentsatz, der bereits seit einiger Zeit rückläufig ist. Dabei liegen die Bildungsausgaben pro Teilnehmer im Bereich der schulischen Ausbildung bei etwas mehr als 4,5 Tausend Euro und steigen in den weiterführenden Bildungseinrichtungen auf bis zu 8 Tausend Euro pro Teilnehmer an.
Bildung für die Kleinen
Insgesamt lässt sich im deutschen Bildungssystem eine zunehmende Nutzung der Einrichtungen der frühkindlichen Bildung, wie beispielsweise Kindergärten und Kinderkrippen, erkennen. Mehr als 90% der Kinder zwischen vier und sechs Jahren besuchen eine solche Einrichtung.
Im Bereich der Schulbildung lassen sich ein gestiegenes Kompetenzniveau sowie ein steigender Anteil an Schulabsolventen mit Studienberechtigung feststellen. Auch die Zahl der Hochschulabsolventen ist in den vergangenen Jahren leicht angestiegen, wird aber absolut gesehen immer noch als zu gering angesehen. Problemfeld im Bereich der schulischen Bildung ist weiterhin die relativ hohe Anzahl von Schulabgängern ohne Hauptschulabschluss. Außerdem steigt die Anzahl der Schüler, die den Abschluss aus dem Sekundarbereich II erst verspätet erreichen, während gleichzeitig die die Regelschulzeit immer kürzer wird.
Die Durchschnitts-Bildungskarriere
Seinen Bildungsweg beginnt der deutsche Durchschnittsbürger in der Regel in immer jüngerem Alter, da das Angebot an Krippenplätzen für Kleinkinder der Zeit weiter ausgebaut wird und auch das Einschulungsalter im Schnitt sinkt. Während im Verlauf der weiteren Bildungskarriere die Zahl der Übergänge auf höher qualifizierte Schularten ansteigt, wird generell die Effektivität der Übergänge innerhalb des deutschen Bildungssystems sowie in den Beruf angezweifelt. Einzig der Übergang von einer dualen Ausbildung in den Beruf funktioniert im Regelfall reibungslos. Sonst wird der Berufseinstieg eher weniger direkt vollzogen. Und auch der Übergang zwischen einer Berufsausbildung und einem Hochschulstudium ist in der Regel nicht möglich. Hat man letzteres allerdings einmal absolviert, stehen die Arbeitsmarkt- und Karrierechancen überdurchschnittlich gut.
Negative und positive Bilanzen
Als bedenklich ist die Tatsache einzustufen, dass bei Kindern in Deutschland die Risikolagen zunehmen. Immer mehr leben in Familien in denen zumindest ein Elternteil erwerbslos ist und die an der Schwelle zur Armutsgefährdungsgrenze leben. Dies verringert generell die Bildungschancen dieser Kinder. Der soziale Status und der Bildungsstand der Familie nehmen großen Einfluss auf den Verlauf der Bildungskarriere eines Kindes. Außerdem muss immer wieder festgestellt werden, dass auch ein Migrationshintergrund dazu beitragen kann, dass Kinder bei der Bildung Benachteiligungen erfahren. Positiv kann dagegen die Situation der Mädchen und Frauen im Bildungssystem eingeschätzt werden. Mittlerweile ist mehr als die Hälfte der eingeschriebenen Studenten weiblich. Allerdings bricht die Erfolgsgeschichte von Frauen im Bildungssystem dann im Berufsleben häufig ab. Parallel mit dem Aufstieg der Mädchen im Bildungssystem ist ein gestiegenes Risiko für die Jungen im eben demselben zu scheitern zu verzeichnen. Ein Zusammenhang kann aber nicht gesehen werden.
Was die Vielfalt der Angebote in Deutschland angeht, kann ein Zuwachs an außerunterrichtlichen Angeboten an Schulen verzeichnet werden, während die außerschulische Jugendarbeit leicht abnimmt. Außerdem fällt auf, dass Fähigkeiten im Umgang mit dem Computer bzw. den neuen Technologien generell nur in sehr seltenen Fällen in der Schule vermittelt werden. Bei den Ausbildungsplätzen nimmt vor allem die Zahl von Plätzen im dualen Bereich zu – noch besteht allerdings eine Unterversorgung. Im Bereich der Weiterbildungsmaßnahmen von Unternehmen ist ein Rückgang zu verzeichnen. Nachdem bisher nur begrenzt Effekte auf den Arbeitsmarkt festgestellt werden konnten, wurden hier die Finanzvolumen für entsprechende Maßnahmen reduziert.







