Welche Herausforderungen gibt es?
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Die Herausforderungen als Chance für Aufschwung ansehenEs gibt kein ideales Bildungssystem. Es gibt nur Bildungssysteme mit Vorteilen & Nachteilen. Die Herausforderung besteht nun darin, die Vorteile weiter zu verstärken und die Nachteile zu erkennen, einzuschätzen und ins Gegenteil zu kehren. |
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Die Bildungspolitik ist immer eine sehr beliebte Zielscheibe des öffentlichen Unmutes. Wenn Deutschland beim PISA-Test schlecht abschneidet, wer hat dann versagt: Die deutschen Schüler? Die deutschen Lehrer? Das deutsche Schulsystem? Oder sogar das deutsche Bildungssystem? Wenn Deutschland im internationalen Hochschulvergleich schlecht abschneidet, wer ist dann Schuld? Die deutschen Studenten? Die deutschen Hochschulrektoren? Die Hochschulrektorenkonferenz? Oder doch eher das gesamte deutsche Bildungssystem? Und wenn in Deutschland immer mehr Jugendliche Schwierigkeiten haben einen Ausbildungsplatz zu finden, wem kann man dann den schwarzen Peter zu scheiben? Den Jugendlichen? Den Unternehmen? Der Wirtschaft? Oder lieber doch dem Bildungssystem?
Das deutsche Bildungssystem ist weder ideal noch komplett fehl am Platze. Einiges funktioniert sehr gut und anderes ist noch fehlerhaft. In den kommenden Jahren steht Deutschland vor einer Reihe von Herausforderungen, welche von der Politik, den Bildungseinrichtungen und –institutionen und der Gesellschaft insgesamt gemeinsam in Angriff genommen werden müssen:
- Deutschland steht ein krasser demographischer Wandel bevor. Die Bevölkerung wird immer älter – die Geburtenrate ist stagnierend bis rückläufig. Dadurch dass die Gruppe der Älteren immer größer wird, ist es wichtig sich mehr auf ihre Bedürfnisse einzustellen. Ältere Arbeitnehmer kommen anteilig nur relativ selten in den Genuss einer weiterbildenden Qualifizierungsmaßnahme. Und auch bei der privaten Weiterbildung sollten die Angebote vermehrt auf diese neue Zielgruppe zugeschnitten werden.
- Alle reden vom Fachkräftemangel. Man befürchtet in der Zukunft zu wenig gut ausgebildete Arbeitnehmer und zu viele Geringqualifizierte in Deutschland vorzufinden. Überlegungen zu Maßnahmen hierzu sollten nicht nur die Hochschulen betreffen, sondern vielleicht bereits bei der Quote der Schulabgänger ohne Schulabschluss und der Weiterbildung Geringqualifizierter ansetzen.
- Zukunft in den Neuen Medien. Das Internet ist auf dem besten Weg das wichtigste Medium im Alltag der Deutschen zu werden. Dabei kann beobachtet werden, dass ein Zusammenhang zwischen den Intensität der Nutzung und dem Bildungsstand besteht – anscheinend sind bestimmte Kompetenzen von Nöten um wirklich mit Internet und Co. umgehen zu können. Diese sollten so früh wie möglich vermittelt werden.
- Der kompetente Fachidiot gegen den halbwissenden All-Rounder. Die Frage, ob es wichtiger ist zu wissen worum es geht oder wie es geht – Fachkompetenz oder Methodenkompetenz? – geistert bereits seit längerem durch die bildungspolitischen Debatten. Beide sind wichtig. Beide sollte vermittelt werden. Aber wie, in welchem Maße und in welchem Verhältnis zu einander.





